Dachboden ausbauen

Um weiteren Wohnraum zu schaffen, der heute immer attraktiver wird, gehen viele Hausbesitzer dazu über, ihren Dachboden auszubauen. Dies ist keine schwierige Angelegenheit für Heimwerker, wenn der durch die Energiesparverordnung vorgegebene Dämmungsumfang angepasst wurde. Für jeden Heimwerker ist dies eine dankbare Aufgabe, die er mit Begeisterung erledigen wird.

Kostengünstiger Ausbau

Um neuen Wohnraum zu schaffen, besteht in vielen älteren Häusern die Möglichkeit, entweder den Dachboden oder die Kellerräume auszubauen. Jedoch sind die Kosten für einen Ausbau im Keller bei weitem höher als im Dachbereich. Daher entscheiden sich die meisten Hausbesitzer für die Dachvariante. Gemütlicher ist es allemal im Dachgeschoss.

Folgende Materialien werden hierfür benötigt:

  • Dachhaut
  • Dämmung
  • Dampfsperre
  • Gipskarton oder andere Platten für die geplanten Innenwände
  • Evtl. Dachlatten zum Auflatten
  • Schnellbauschrauben
  • Silikon für Dehnfugen
  • Elektroinstallationsmaterial
  • Abschlussleisten
  • Fugenbewehrung

 

Diese Liste findet ihre Gültigkeit für Warmdächer. Im Falle eines Kaltdaches ist ein wenig differenziert vorzugehen.

Vorausschauend arbeiten

Bevor mit dem Ausbau begonnen wird, sollte überlegt werden, ob Dachfenster oder gar Gauben sofort oder später eingebaut werden sollen. Fenster sollten sofort integriert werden. Begonnen wird beim Dachausbau mit der Dämmung. Hierfür ist zunächst eine Dampfbremse oder Dampfsperre notwendig. Dies ist abhängig von der vorhandenen Dachkonstruktion. Es sollte danach eine Dämmung von mindestens 18-20 cm eingebracht werden können. Ist dies nicht gegeben, ist eine Aufsparrung notwendig, die mit Hilfe der Dachlatten vorgenommen wird. 18-20cm Dämmung sind zur Zeit der minimale Standard für eine ausreichende Dämmung.

Ist das Dämmmaterial eingebracht, kann mit der Innenverschalung mit Gipskarton begonnen werden. Sind alle Gipsplatten mit den Schnellbauschrauben angebracht, müssen die Gipsplatten verspachtelt werden. Dies geschieht mit Rigipsspachtelmasse, die großzügig auf die Fugen zwischen den einzelnen Platten gegeben wird. Nach dem Trocknen werden diese übergeschliffen, damit sie eine glatte Fläche mit den Platten ergeben. Sollten immer noch Löcher vorhanden sein, wird wieder Spachtelmasse aufgetragen und nach dem Trocknen wieder geschliffen, solange bis alles glatt ist.

Zum Einbringen eventueller Elektrokabel bzw. dem Setzen von Steckdosen sollte mit einem Lochbohrer das entsprechende Loch vorsichtig gebohrt werden. Vorsicht ist angesagt, denn es dürfen keine Schall- oder Wärmebrücken entstehen. Auch diese Flächen werden bei Bedarf verspachtelt. Die Dehnfugen, die sich durch den Abschluss der Platten mit den Außenwänden ergeben, werden mit Silikonmasse verfugt. Ist alles fertig, kann mit dem Grundieren und Tapezieren begonnen werden.
Wer anstelle der Rigipsplatten lieber Holzpanele oder Vertäfelung anbringen möchte, kann dies selbstverständlich entsprechend vornehmen. Holzvertäfelung, Panele oder Tapete – das ist alles nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.