Be up to date: Alte Inhalte, alte Datumsangaben. Ein Autorensystem für Ihre Praxishomepage hilft weiter.

Das Expertemteam von medicus felix findet auf Internetseiten von Ärzten immer wieder völlig veraltete Informationen - da ist der Imageschaden vorprogrammiert. Eine aktuelle Internetseite ist heute Pflicht, immer mehr Patienten nutzen das Internet für die Recherche nach Ärzten. Doch häufig ist das Ändern einer Internetseite ein zeitraubendes Unterfangen, was viele Ärzte davor zurückschreckt, regelmäßig Änderungen vorzunehmen.

medicus felix zeigt in diesem Artikel, wie Sie durch den Einsatz kostenloser Software dieser täglichen Herausforderung Herr werden, ohne jedes Mal einen Programmierer zu beschäftigen oder sich mühsam in die Programmiersprache der eigenen Internetseite einarbeiten zu müssen.

Die Internetseite ist das mit Abstand wirksamste Werbemittel, das Unternehmen heute einsetzen können - also auch Sie als Arzt. Eine der eindeutigsten Entscheidungskriterien für eine eigene Internetseite ist die Tatsache, dass der Eigentümer dieser Internetwerbefläche Inhalte selbst bestimmen kann und in der Lage sein sollte, diese nach Belieben und zu jeder Zeit selbstständig zu verändern. Damit ist die Internetseite auf Dauer gesehen das günstigste Werbemittel überhaupt.

Die technischen Grundlagen von Internetseiten

Zu Beginn der Internetära wurden Internetseiten noch rein statisch entwickelt. Das bedeutet, dass lediglich die zu Grunde liegende Programmiersprache HTML eingesetzt wurde. HTML (Hyper Text Markup Language) ist dabei eine reine Text basierte Auszeichnungssprache, die seit dem Jahr 1992 stetig weiterentwickelt wird. Was 1992 noch ein Meilenstein in der Entwicklung von Internetseiten war, ist heute zwar noch fester Bestandteil aller Internetseiten, sollte aber bei professionell betriebenen Internetseiten durch dynamische Elemente ergänzt werden.

Mittels HTML lässt sich lediglich das grobe Aussehen von Inhalten strukturieren. So sind Überschriften in verschiedenen Größen möglich, Tabellen und Listenelemente zur Strukturierung der Inhalte sowie wenige weitere Formate bestimmbar. Farbig wurden Internetseiten erst mit dem Einsatz von Bildern, die häufig als Hintergründe oder Seitenverweise eingesetzt wurden, damit der eigentlich so wichtige Inhalt optisch ansprechender wirkte. Zwischen 1993 und 1994 kam zu der Auszeichnungssprache HTML noch die so genannte deklarative Stylesheet Sprache „Cascading Style Sheets“, kurz CSS. Hiermit war es erstmalig möglich, den Texten einer Internetseite und damit der gesamten Internetseite ein äußerst individuelles Aussehen zu verpassen. Letztlich sind all diese Ansätze jedoch immer noch rein statisch, da die Texte der Internetseite unveränderbar und mit immer dem gleichen Inhalt in den Weiten des Internets zur Verfügung stehen. Änderungen daran waren immer mit Kosten verbunden, denn diese Arbeiten wurden von Programmierern übernommen.

Erste Lösungsansätze kamen durch so genannte Skriptprogrammiersprachen, mit deren Hilfe man erstmalig dazu in der Lage war, Internetseite auch mit dynamisch veränderbaren Inhalten zu versehen. Die Angabe des heutigen Datums beispielsweise, welches sich automatisch von Tag zu Tag ändert oder, ebenso denkbar, die Begrüßung der Internetseitenbesucher individuell abhängig von der aktuellen Tageszeit, sind Faktoren, die eine Internetseite dynamisch wirken lassen.

Firmen und damit auch Arztpraxen haben noch ganze andere Anforderungen an die eigene Internetseite. So sollen Inhalte, wie beispielsweise das aktuelle Seminarprogramm, die Preise der IGeL-Leistungen, die aktuellen Öffnungszeiten und viele andere Angaben mehr, aus einer Datenbank beschafft werden, die der Betreiber der Internetseite eigens dafür mit den entsprechenden Daten gefüttert hat.

ContentManagementSysteme

Damit nun die Betreiber von Internetseiten sich weder mit der Entwicklung einer statischen, auf HTML basierenden Internetseite beschäftigen müssen, noch die Widrigkeiten echter Programmierung für das Zusammenspiel der dynamischen Skriptsprachen mit einer Datenbank erlernen müssen, haben verschiedene Softwareentwickler und Firmen so genannten Content Management Systeme, kurz CMS, entwickelt. Mit diesen Autorensysteme werden alle Betreiber von Internetseiten in die Lage versetzt, nach ganz kurzer Einarbeitungszeit, die Inhalte und deren Aussehen, ähnlich wie in den gängigen Textverarbeitungssystemen, zu verändern. Somit ist die regelmäßige Arbeit an der eigenen Internetseite auf das Wesentliche und Bekannte beschränkt.

Content Management Systeme trennen hierbei eindeutig das allgemeine Aussehen der Internetseite von den Inhalten. Während das Aussehen der Internetseite nur noch einmalig von einem Webdesigner entwickelt werden muss und immer noch auf HTML und CSS basiert, können die Inhalten je nach Bedarf selbstständig geändert werden. Selbstverständlich ist es bei den heutigen CMS ebenfalls denkbar, verschiedene Autoren für verschiedene Inhalte zu bestimmen, so dass eine ungewollte Veränderungen bestimmter Inhalte verhindert wird.

Ein weiterer Vorteil der Content Management Systeme ist deren modulare Erweiterbarkeit. Terminpläne, Stundenpläne, Newsletter-Systeme, Benutzerverwaltungen, Besucherzähler und Statistiken gehören hierbei noch zu den geringwertigen Erweiterungen. Ihre Zahl ist groß und wird stetig erweitert. So gibt es ContentManagementSysteme, deren Erweiterungsliste bereits im mehrstelligen Tausenderbereich liegt, aus der man sich die notwendigen heraussuchen kann und im Optimalfall auch selbstständig hinzufügen kann.

Bei der Auswahl des richtigen ContentManagementSystems gilt es, einige Kriterien zu beachten. Häufig wird heute ein wahllos ausgesuchtes System durch den beauftragten Entwickler empfohlen, ohne dabei auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen.

Folgende Kriterien sind zu beachten:
Lizenzbedingungen
Support
Dokumentation
Erweiterbarkeit
Bedienbarkeit

Bei den Lizenzbedingungen werden drei grobe Marschrichtungen unterschieden. Kommerzielle Kauflizenzen bedeuten für den Betreiber der Internetseite häufig immens hohe, einmalige Anschaffungspreise. Zusätzlich werden gewünschte Erweiterungen durch die Softwarefirma in Rechnung gestellt. Ähnlich verhält es sich mit den Kommerziellen Mietlizenzen. Anstatt eines einmaligen Anschaffungspreises wird dieser Preis auf monatliche Raten verteilt, häufig verbunden mit einem Laufzeitvertrag. Beiden Lizenzarten ist gemein, dass neben dem Anschaffunsgpreis in der Regel noch Gebühren für Schulungen, Erweiterungen, Wartung und Support anfallen. So ist es nicht selten, dass bei Problemen mit der gekauften oder gemieteten Software die Hilfeleistung des Herstellers weitere Gebühren nach sich zieht.

Open Source: Kostenlos, aber nicht ganz umsonst

Ganz anders verhält es sich mit der Open Source Lizenz. Dieses Lizenzmodell ist gleich bedeutend mit dem Begriff der freien Software. Häufig kostenlos zu beziehen, können die meisten, auf diesem Lizenzmodell basierenden ContentManagementSysteme, in Funktion, Bedienbarkeit und Umfang mit den kommerziellen ContentManagementSystemen mithalten. Dank der so genannten Quellcode-Offenheit tummeln sich um die bekannteren Open Source ContentManagementSysteme weltweit tausende Entwickler, welche die Systeme stetig verbessern und erweitern. Im Gegensatz dazu arbeiten an den kommerziellen Lizenzen lediglich eine Handvoll Mitarbeiter, welche der Betreiber durch die Einnahmen noch vergüten muss.

Der Vergleich

Medicusfelix hat vier der gängigen Opensource Content Management Systeme mit einander vergleichen und in die wesentlichen Fakten in einer Tabelle zusammengefasst.

Name

Preis

Support

Dokumentation

Erweiterbarkeit

Bedienbarkeit

Homepage des Herstellers

Typo3

0,00 €

Verschiedene sehr gut besuchte Foren

Onlinedokumentationen

deutschsprachige Bücher

Tausende Erweiterungen, teilweise hochgradig professionell

Etwas gewöhnungsbedürftig für Eiinsteiger

www.typo3.or

TypoLight

0,00

199,00 €

Ausschließlich in dem Forum des Anbieters

Onlinedokumentationen

ein deutschsprachige Buch vom Hersteller selbst (veraltet)

Wenige Erweiterungen

Sehr simpel auch für Einsteiger

www.typolight.org

Drupal

0,00 €

Verschiedene sehr gut besuchte Foren

Onlinedokumentationen

deutschsprachige Bücher

Tausende Erweiterungen, teilweise hochgradig professionell

Extrem einfache Bedienbarkeit

www.drupal.org

Joomla

0,00 €

Verschiedene sehr gut besuchte Foren

Onlinedokumentationen

deutschsprachige Bücher

Tausende Erweiterungen, teilweise mit eklatanten Sicherheitsmängeln

Teilweise schwer nachvollziehbare Bedienbarkeit

www.joomla.org

Im Vergleich kann man sagen, dass das Open Source ContentManagementSystem Typo3 für die Belange von Arztpraxen das am besten geeignete System darstellt. Nach kurzer Einarbeitung versetzt man jeden Angestellten damit in die Lage, Inhalte der Seite selbstständig zu pflegen. Auch ist bei diesem System hervorzuheben, dass es mittlerweile sehr häufig von großen Firmen eingesetzt wird, da es auf die jeweiligen Bedürfnisse des Internetseitenbetreibers nahezu grenzenlos angepasst werden kann.

Am Ende stellt sich also weniger die Frage, ob Ärzte eine ContentManagementSystem einsetzen sollten, sondern welches das am besten geeignete ist.

Sollten Sie noch Fragen haben oder eine konkrete Beratung zum Thema ContentManagementSysteme wünschen, rufen Sie uns an. Das Team von medicus felix berät Mitglieder kostenlos unter Tel. 0 23 81 - 37 45 22.